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LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm: erwachsenenorientiert - überregional - digital

Fachschule für Heilpädagogik

Ausbildungsziel: Staatlich anerkannte/r Heilpädagogin/Heilpädagoge

Die Fachschule für Heilpädagogik bildet zum/zur staatlich anerkannten Heilpädagogen/Heilpädagogin aus. HeilpädagogInnen sind Fachkräfte, die zur Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die Beeinträchtigungen, Verhaltensauffälligkeiten und/oder Entwicklungsverzögerungen aufweisen, befähigt sind. Die Arbeitsfelder liegen in den Bereichen der Psychiatrie, der Jugend- oder Behindertenhilfe, der Frühförderung und der Tageseinrichtungen für Kinder.

Aufnahmevoraussetzungen

In die Fachschule für Heilpädagogik wird aufgenommen, wer

  1. eine Fachschulausbildung im Fachbereich Sozialwesen bereits abgeschlossen hat oder eine als gleichwertig anerkannte Qualifikation besitzt (z.B. Gesundheits- und KrankenpflegerIn, AltenpflegerIn, ErgotherapeutIn oder eine Meisterausbildung in einem gewerblich-technischen Beruf in Verbindung mit einer mind. einjährigen einschlägigen Berufserfahrung mit Menschen mit Behinderung)
  2. eine mindestens einjährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit in sozial- oder heilpädagogischen Einrichtungen nachweist.

Im Zweifelsfall entscheidet die Schulleitung im Einvernehmen mit der oberen Schulaufsichtsbehörde über die Aufnahme.

Dauer und Organisation der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt in Teilzeitform und dauert 3 Jahre. Sie bietet die Chance, in der eigenen Berufspraxis oder in Praktika theoretisches Wissen und neue methodische Ansätze auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen und zu vertiefen. Ein Beschäftigungsverhältnis ist nicht erforderlich. Der Unterricht findet an zwei aufeinander folgenden Tagen statt sowie in zwei einzelnen Blockwochen pro Schuljahr.

 

Unterrichtstage im Wechsel:

Donnerstags 16.30 - 20.30 Uhr und

Freitags 08.00 - 16.30 Uhr

oder Freitags 08.00 - 16.30 Uhr und

Samstags 08.00 - 13.00 Uhr

 

Darüber hinaus werden in zwei Methoden jeweils 6-7 Beratungstermine in Kleingruppen vereinbart.

Stundentafel

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch / Kommunikation
  • Englisch
  • Politik / Gesellschaftslehre
  • Medizinische Grundlagen

 

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Theoretische Grundlagen der Heilpädagogik und ihre Didaktik/Methodik
  • Theologisch / anthropologisch / ethische Grundlagen der Heilpädagogik
  • Methoden in der Heilpädagogik*
  • Heilpädagogische Praxis mit schulischer Begleitung
  • Projektarbeit

*mögiche Methoden sind:

Psychomotorik, Basale Stimulation / Kommunikation, Familienberatung, Kunsttherapie, Spieltherapie, Gesprächsführung, Biografiearbeit

Differenzierungbereich

Heilpädagogische Praxis

Die heilpädagogische Praxis findet im eigenen Berufsfeld statt. Bei Fehlen einer beruflichen Festanstellung müssen im Zeitraum der dreijährigen Ausbildung mindestens 360 Stunden Praxis in einem heilpädagogischen Arbeitsfeld nachgewiesen werden.

 

Prüfung

Die Ausbildung schließt mit dem Fachschulexamen ab.

Bewerbung

Es sind beizufügen:

  • ein Lebenslauf
  • zwei Lichtbildereine
  • Originalzeugnis über eine abgeschlossene Fachschulausbildung im Bereich Sozialwesen oder eine als gleichwertig anerkannte Qualifikation und der Nachweis einer mindestens einjährigen einschlägigen hauptberuflichen Tätigkeit in einer sozial- oder heilpädagogischen Einrichtung (siehe Aufnahmevoraussetzungen)
  • ein erweitertes Führungszeugnis - Das „erweiterte  Führungszeugnis“ ist kostenpflichtig. Es reicht aus, dieses erst nach Erhalt der vorbehaltlichen Zusage Ihres Schulplatzes einzureichen.

 

Bewerbungen sind zu richten an:

LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm

- Fachschule für Heilpädagogik -

Heithofer Allee 64

59071 Hamm

Methodenvielfalt

Handlungskompetenzen erweitern!

Professionelles heilpädagogisches Handeln, das darauf abzielt, Menschen in ihren Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten zu unterstützen, zeichnet sich ganz wesentlich auch durch die Anwendung heilpädagogischer Methoden aus. Der Aneignung theoretischer Grundlagen ausgewählter Methoden, wird am LWL Berufskolleg in Hamm besonderes Gewicht beigemessen.

Die Methoden im Überblick:

  • Basale Stimulation und Kommunikation
  • Psychomotorik
  • Systemische Beratung
  • Kunsttherapie
  • Gesprächsführung - im Rahmen des Faches Deutsch / Kommunikation
  • Biografiearbeit
  • Spieltherapie

Die Studierenden wählen pro Ausbildungsjahr zwischen zwei Methoden. Der Unterricht erfolgt in Kleingruppen und wird ergänzt durch Anleitungsprozesse, die gezielt die Umsetzung in den jeweiligen Arbeitsfeldern unterstützen.

Unser Methodenangebot leistet einen Beitrag zur Erweiterung heilpädagogischer Kompetenzen.

Die Fachschule für Heilpädagogik am LWL Berufskolleg informiert:

Veränderungen in der Betreuung und Begleitung von erwachsenen Menschen mit Beeinträchtigungen, die Weiterentwicklung von Inklusion und Teilhabe in allen gesellschaftlichen Lebens-  und Bildungsbereichen und die beabsichtigte Interdisziplinarität in der Frühförderung führen auch zu neuen Anforderungen an die beruflichen Qualifikationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in diesen Bereichen tätig sind.

Im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes werden pflegerische und pädagogische Leistungen deutlich voneinander unterschieden. Pflegekräfte und Heilerziehungspfleger, die auch zukünftig Aufgaben der Teilhabebegleitung und Teilhabeplanung übernehmen wollen, können sich als Heilpädagoginnen und Heilpädagogen am LWL Berufskolleg weiter qualifizieren. Als Fachkräfte der Teilhabebegleitung und Teilhabeplanung sichern sie ihre berufliche Zukunft und erweitern sie ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen.  
Auch die Aufgaben der stationären Jugendhilfe machen zunehmend heilpädagogisches Wissen und Handlungskonzepte erforderlich. Psychiatrische Störungsbilder, herausfordernde Biografien von Kindern und Jugendlichen mit schweren Traumatisierungen und schließlich die Erwartungen einer inklusiven Pädagogik stellen die pädagogischen Fachkräfte in ihrer Praxis vor große Herausforderungen und machen veränderte Konzepte und Handlungsstrategien erforderlich. Die Ausbildung in der Fachschule für Heilpädagogik am LWL Berufskolleg Hamm zeigt neue methodische Wege und Zugänge für die Jugendhilfe auf und legt einen ihrer Schwerpunkte auf die traumapädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. 
„Heilpädagogik wirkt!“  - Absolventen der Fachschule für Heilpädagogik berichten übereinstimmend, dass die Ausbildung der Heilpädagogik am LWL Berufskolleg Hamm auch bisher nicht nur Ihre fachlichen, sondern auch Ihre persönlichen Kompetenzen unterstützt und erweitert hat. Die fortschreitende Anpassung der Ausbildungsinhalte an gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen garantierten ein professionelles Kompetenzprofil und - bei der Vielfalt der beruflichen Aufgabenfelder - auch die Möglichkeit einer zufriedenstellenden persönlichen Weiterentwicklung. Darüber hinaus werden Heilpädagogen und Heilpädagoginnen der Fachschulen nun auch tariflich nach TVöD SuE - Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Sozial- und Erziehungsdienst in der Stufe S9 besser als bisher gestellt. 

Marie-Luise Austrup

Bildungsgangleiterin der Fachschule für Heilpädagogik

Marie-Luise.Austrup@lwl.org

Tel: 02381-8938515

Marie-Luise Austrup