LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm: erwachsenenorientiert - überregional - digital
Aufnahmevoraussetzungen
- Abschluss an einer Fachschule des Sozial- oder Gesundheitswesens
oder
- Andere pädagogische oder vergleichbare Abschlüsse (Bachelor, Lehramt . . .)
Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung im Einvernehmen mit der Bezirksregierung. Dann sind die Mindestvoraussetzungen:
- Fachoberschulreife
- Berufsabschluss und
- Nachweis einer Tätigkeit in einem inklusiven Arbeitsfeld
Hinweis: Ausländische Bildungsabschlüsse müssen vor einer Aufnahme als gleichwertig anerkannt sein.
- Bewerberinnen und Bewerber, die ihren allgemeinbildenden Schulabschluss nicht im deutschsprachigen Raum oder an einer deutschen Schule im Ausland erworben haben, müssen deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GER) für Sprachen nachweisen.
und
- Vorlage eines eintragsfreien erweiterten Führungszeugnis als Nachweis der persönlichen Eignung nach §30a BZRG. Dieses darf nicht älter als drei Monate sein und muss daher erst zum Beginn der Ausbildung als Original in der Schule eingereicht werden. Im Rahmen der Schulplatzzusage erhalten Sie ein durch die Schule ausgestelltes Dokument, welches Sie für die Beantragung benötigen.
Hinweis für Schulbegleitungen/Inklusionsassistent:innen:
Unabhängig von den beschriebenen Eingangsvoraussetzungen haben Schulbegleiter:innen grundsätzlich Zugang zu diesem Bildungsangebot. Je nach persönlicher Bildungs- und Berufsbiografie können Sie den Bildungsgang vollwertig oder mit Gaststatus (qualifizierte Teilnahmebescheinigung) besuchen.
Dauer und Organisation der Ausbildung
Der berufsbegleitende Aufbaubildungsgang umfasst 600 Stunden und wird in Form eines Blended Learning Konzeptes organisiert. Blended Learning heißt ‚Gemischtes‘ Lernen: Gemischt werden dabei die Präsenzphasen des Lernens, die vor Ort in Hamm stattfinden, mit den Distanzlernphasen, also den Phasen des Lernens, die online und selbstorganisiert übers Netz stattfinden.
Pro Halbjahr finden 7 bis 8 Präsenztage in Hamm statt. Der der weitaus größte Teil der Lerninhalte wird über Distanzlernphasen mittels der Lernplattform ‚Itslearning‘ über ansprechend gestaltete Online-Kurse vermittelt. Durch praxisorientierte Aufgaben entsteht ein fortwährender Transfer zwischen Theorie und Praxis, bei dem die Studierenden ihr erworbenes Wissen in der Praxis ausprobieren und damit ihre professionellen pädagogischen Kompetenzen stärken können. Die Studierenden tauschen sich über Foren und Chats aus; von den Lehrkräften erhalten sie individuelle Unterstützung und Rückmeldungen.
Das Blended-learning Konzept ermöglicht ein selbstorganisiertes und flexibles Lernen, so dass eine gute Vereinbarung mit beruflicher Tätigkeit und privater Lebenssituation besteht. Als überregional agierendes Berufskolleg mit angegliedertem Gästehaus ermöglicht dieses Konzept auch die Teilnahme am Bildungsangebot bei einer weiteren Wohnortentfernung.
Durch zusätzliche Regionalgruppenarbeit lernen die Studierenden weitere inklusiv arbeitende Einrichtungen oder Organisationen und deren Arbeitsweisen sowie Konzeptionen kennen.
Weiterbildungsinhalte
Fachliche Expertise
In dem Aufbaubildungsgang arbeiten - genau wie in den anderen Bildungsgängen am BK Hamm - Lehrkräfte mit ausgewiesener fachlicher Expertise zusammen in einem multiprofessionellen Team. Die Mitarbeiter:innen verfügen über spezifische pädagogische, heilpädagogische, motopädische und rechtliche Hintergründe und Qualifikationen.
Inhalte der Weiterbildung
| Lernfelder | Inhalte |
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Grundlagen für ein professionelles inklusionspädagogisches Handeln entwickeln |
Grundlegendes Inklusionsverständnis |
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Erziehung, Bildung und Betreuung |
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Auseinandersetzung mit dem Normalitätsbegriff |
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Menschenrechte und Sozialstaat |
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UN-Behindertenrechtskonvention |
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Diversität von Lebenswelten anerkennen und umfassende Möglichkeiten der Teilhabe eröffnen |
Dimensionen von Diversität |
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Ansatz vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung |
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Wahrnehmung / Beobachtung |
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Systemisches Denken |
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Auswirkungen von Armutslagen |
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Grundlagen der Entwicklung im Kindes- und Jugendalter antizipieren und sichere Bindungs- und Identitätsprozesse unterstützen |
Entwicklungsbedingungen des Menschen / Entwicklungsmodelle |
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Lerntheorien / „Lernen lernen“ |
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„Störungsbilder“ im Kinder- und Jugendalter |
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Motorisch-perzeptive Entwicklung und Auffälligkeiten |
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Bindungstheorie |
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Transitionsprozesse begleiten |
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Handlungskonzepte inklusiver Pädagogik |
Paradigma „Partizipation“ |
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Index für Inklusion und ICF |
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Persönliche Zukunftsplanung (PZP) |
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Gruppenpädagogik |
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Bundesteilhabegesetz |
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Sorge- und Betreuungsrecht |
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Prävention / Intervention bei sexualisierter Gewalt |
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Traumapädagogik |
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Theaterpädagogische Methoden/Basales Theater |
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Arbeit in multiprofessionellen Teams, Institutionen und Netzwerken zur Implementierung inklusiver Strukturen |
Gesprächsführung |
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Bildungs- und Erziehungspartnerschaft |
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Qualitätsmanagement und Konzeptarbeit |
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Kinder- und Jugendschutz |
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Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe |
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| Projektarbeit | Planung, Durchführung und Präsentation eines Projektes für die Abschlussprüfung |
Bewerbung
Bewerbungen werden ganzjährig entgegengenommen!
Dem Bewerbungsschreiben sind beizufügen:
- ein Lebenslauf
- höchstes Schulabschlusszeugnis
- der Nachweis einer abgeschlossenen Fachschulausbildung von mindestens zweijähriger Dauer im sozialpädagogischen, pflegerischen, hauswirtschaftlichen Bereich
- Bei Aufnahme durch Ausnahmegenehmigung: Berufsabschlusszeugnis
- der Nachweis einer Beschäftigung in einem inklusiven Arbeitsfeld
- ein eintragsfreies erweitertes Führungszeugnis als Nachweis der persönlichen Eignung nach §30a BZRG. Dieses darf nicht älter als drei Monate sein und muss daher erst zum Beginn der Ausbildung als Original in der Schule eingereicht werden. Im Rahmen der Schulplatzzusage erhalten Sie ein durch die Schule ausgestelltes Dokument, welches Sie für die Beantragung benötigen.
Bewerbungen sind zu richten an:
LWL Berufskolleg - Fachschulen Hamm
Aufbaubildungsgang Inklusive Bildung und Erziehung
Heithofer Allee 64
59071 Hamm
oder digital an das Sekretariat
Zusatzqualifikation PART®-Basisseminar
Da unseren Fachkräften auch Arbeitsfelder offen stehen, in denen sie mit Klientel arbeiten, die sich mitunter aggressiv und gewalttätig verhält, werden alle Studierenden in PART® (Professional Assault Response Training) geschult.
In dieser - für unsere Studierenden kostenfreien - Zusatzqualifikation "PART®-Basisseminar" geht es in grundlegender und umfassender Weise um die Prävention und Lösung gewalttätiger Konflikte im eigenen Arbeitsfeld. Oberstes Ziel des PART®-Konzepts ist es hierbei, die Persönlichkeitsrechte und die Würde der Klient:innen zu achten und dabei Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen.
Ansprechpartnerin für diesen Bildungsgang
Karen Potthoff - Bildungsgangleitung Aufbaubildungsgang FIBE
Tel: 02381-893 8517